Airport mit Nachhaltigkeit

Jetzt wird’s interessant: Ein Flughafen auf einer Messe für Nachhaltigkeit? Klar! Denn auch und vor allem ein Flughafen trägt eine hohe gesellschaftliche Verantwortung. Mit Lärm- und Schadstoffbelastungen, die so gering wie möglich gehalten und Ressourcen, die schonend eingesetzt werden müssen, ergeben sich Herausforderungen in ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bereichen, die vorausschauendes und zukunftsorientiertes Handeln bestimmen. Auf der FAIR FRIENDS tritt der Dortmund Airport in Halle 3A am Gemeinschaftsstand CSR Best Practice in den Dialog mit den verschiedenen Interessengruppen und stellt sein vielseitiges Nachhaltigkeitsengagement näher vor.


Foto: Hans Juergen Landes Fotografie

Mit E-Mobilität auf dem Rollfeld

Dabei stehen engagierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Nachhaltigkeitsbewusstsein gleichermaßen im Fokus. So testen einige von ihnen im Cargo-Bereich ein E-Lastenrad für den Transport von Ersatzteilen auf dem Flughafengelände. Der cargoSurfer ist eine innovative Entwicklung für den Einsatz umweltfreundlicher E-Mobilität am Airport. Bis zu 200 Kilogramm Gewicht können mit dem im Rahmen eines Forschungsprojektes der Technischen Universität Dortmund entstandenen Lastenbike zwischen den Flughafengebäuden transportiert werden. In der Konsole des akkubetriebenen E-Bikes befindet sich ein Kilometerzähler, dessen Stand nach Ablauf einer halbjährigen Testphase vom Institut für Transportlogistik (ITL) ausgewertet wird. Für das Engagement des Dortmund Airport in Sachen E-Mobilität steht auch der Elektro- Pusher für Flugzeuge, der von den Kollegen auf dem Vorfeld während einer Testphase eingesetzt worden ist. Mit dem Angebot zur Nutzung von E-Bikes auf dem Betriebsgelände fördert der Dortmund Airport neben der Umwelt auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Darüber hinaus sollen künftig fünf Elektro-Autos der mit herkömmlichen Kraftstoff betriebenen Wangen ersetzen und den Mitarbeitern als „Pool-Dienstfahrzeuge“ auf Kurzstrecken zur Verfügung stehen. Die Anschaffung der Fahrzeuge wird vom Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur gefördert.

Honig bestätigt hohe Umweltqualität

Seit 2014 sind in direkter Nähe zur Start- und Landebahn drei Bienenvölker für Dortmund Airport unterwegs. Die fleißige Flotte ermöglicht dem Flughafen ein sogenanntes Umweltmonitoring im Rahmen seines Nachhaltigkeitsprogramms, da Honig-, Wachs- und Pollenproben einen Beleg für die gute Umweltqualität rund um den Ruhrgebietsflughafen geben. Und da im Flughafenhonig genau wie in Wachs- und Pollenproben keine Schadstoffe nachweisbar sind, ist der Honig qualitativ einwandfrei, was auch das Lebensmittellabor der QSI Bremen regelmäßig bescheinigt. Als süßes Souvenir aus dem Dortmunder Luftraum ist der Flughafenhonig an der Information im Terminal sowie im Sicherheitsbereich an der Westbar (Abflugebene, Nähe Gate 5) erhältlich.

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Mit Regenwasser löschen und spülen

Mit einer Grauwasseranlage im Terminal wird die Nutzung des dort von den Dachflächen abfließenden Regenwassers möglich gemacht. Ein 660.000 Liter fassender Tank, der sich im Keller des Gebäudes befindet, kann das vom kompletten Terminaldach fließende Wasser auffangen und speichern. Davon werden 340.000 Liter für die Sprinkleranlage verwendet. Mit den restlichen 320.000 Litern wird die Spülung der Toiletten im gesamten Flughafen betrieben. So konnten in den vergangenen Jahren 90 Prozent des für die Toilettenspülung verwendeten Wassers durch Grauwasser abgedeckt werden. Lediglich in weniger regenreichen Wochen wird mit Frischwasser gespült.

Strom sparen mit LED

Die Einführung neuer Technologien, die vor allem dazu beitragen, den Stromverbrauch und Emissionen zu senken, ist unabdingbar. Eine Maßnahme, die zu diesem Ziel führen soll, ist die Umrüstung von herkömmlichen Leuchtmitteln auf LED-Technik auf dem gesamten Flughafengelände. So werden in den Parkhäusern Stromverbrauch und CO2-Emissionen um ca. 60 Prozent gesenkt. Auch wirtschaftlich nicht uninteressant: Allein im Parkhaus P1 lassen sich so jährliche Einsparungen von 47.000 Euro realisieren. In den Parkhäusern P4 und P5 kommt die Technik seit Sommer 2014 zum Einsatz. Seit Dezember 2014 erstrahlt auch das Parkhaus P2 durch LED-Beleuchtung. Die Maßnahmen wurden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

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