Der fliegende Teppich

Im traditionellen Weben der Teppiche entfaltet sich die Kunst der Frauen des Atlas, hier verbirgt sich das Geheimnis der Verbindung von Mensch, Geist und Natur. Seit Jahrtausenden liegt die Kunst in den Herzen und Händen der Frauen.

Die Kunst dieser Verbindung als Kunst der Mitte wieder in Erinnerung zu bringen und insbesondere den Frauen des Atlas wieder selbst bewusst zu machen, eröffnet Perspektiven im Rahmen fairer und nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit.

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Den Auftakt zu dem neuen Modell nachhaltiger Wertschöpfung durch Wertschätzung macht ein Dialogprojekt zwischen einer deutschen Künstlergruppe um Peter Reichenbach und einer marokkanischen Teppichkunst-Kooperative. Werte und Werke der einen Seite werden von Künstlern der anderen Seite interpretiert.

Aus Motiven des Künstlers Peter Reichenbach webt die vom marokkanischen Textil-Ingenieur Belaid Zouhair und dem Medienphilosophen Norbert Denning koordinierte Frauenkooperative aus Tislit um Khadija, Hasna, Siham, Fatima und Amina einen Teppich, der weiter um die Welt fliegen wird.

Am Messe-Freitag, den 2. September, sind alle Besucher ab 10 Uhr eingeladen, dabei zu sein, wenn das Projekt mit einem Kick-Off-Treffen und der Präsentation des Fliegenden Teppichs aus der Taufe gehoben wird.

Am Living-Atlas Stand könnt Ihr dann live dabei sein, wenn das Weben des Teppichs weitergeht. Ihr könnt auch etwas zur Entstehung des Teppichs beitragen: Spendet Wolle, die nicht gebraucht wird! Außerdem gibt es Infos zur Aktion „Tee für Idee“ beteiligen. Für jede Meinung, jede Idee, die Ihr zum Projekt habt, gibt es eine Atlas-Tee-Spezialität namens Thé à la Menthe.

Ihr findet das Projekt in Halle H3B, Stand 3B.A28

Kommentare (2)

  1. Norbert Dennig 21. August 2016 @ 09:42

    Am LIVING ATLAS Stand werden wir den Webstuhl zeigen, mit dem unser „Fliegender Teppich“ vor vier Wochen in Marokko gestartet ist.
    Wie hoch er steigen wird, wie weit er fliegen kann, wissen wir noch nicht.
    Angetrieben wird der Teppich von einer Verbindung aus Materie (Schafswolle, Naturfarbe, Geld…) und immateriellen Gütern (Tradition, Wissen, Zusammenarbeit, Freundschaft…).
    Die Substanz des LIVING ATLAS Projekts liegt in der Mitte – zwischen Himmel und Erde, zwischen Kunst und Technik, Profit und Kultur.

    Was wir wissen ist, dass der fliegende Teppich das ‚Zeug‘ dazu hat, ganz hoch zu steigen. Seht selbst!

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  2. Klaus-Martin Meyer 6. September 2016 @ 19:05

    Das ist auf jeden Fall eine begrüßenswerte Aktion, die Schule machen sollte. Nur wenn es gelinkt mehr Wertschöpfung in Länder wie Marokko zu befördern, wird die Teppichknüpfkunst dort nicht in Vergessenheit geraten, denn auch im Maghreb steigt der Lebensstandard. Schon heute ist es Hierzulande schwer, marokkanische Teppiche außerhalb der Standardgrößen zu bekommen.

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