Ist Dein Geld auch schon grün?

Schon mal überlegt, was Euer Geld auf der Bank macht? Zinsen werfen jedenfalls schon längst nicht mehr. Stattdessen hilft es weltweit dabei, ethisch kritische, verantwortungslose und oft auch grausame Projekte zu finanzieren. Das ist noch harmlos ausgedrückt, angesichts der Beispiele, die es auf der FAIR FRIENDS beim urgewald e.V. zu sehen gab.

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Agnes Dieckmann erzählte beispielsweise von einem Vorhaben, bei dem in Bulgarien ein neues Atomkraftwerk gebaut werden sollte – mit Geldern von drei deutschen Banken. Nachdem urgewald Wind davon bekam und drohte, dies öffentlich zu machen, zogen sich die Banken zurück und RWE bekundete Interesse. Letztlich machte aber auch der Energieriese einen Rückzieher. Gebaut wurde das Atomkraftwerk nie. urgewald macht Aufmerksam und will ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit in Sachen Geldanlagen schaffen. Regelmäßig informiert der Verein darüber, welche Dinge die großen Banken finanzieren: Waffenhandel, Bergbau, Umweltzerstörung, Massentierhaltung. „Eigentlich gibt es nur vier Banken, die wir bedenkenlos empfehlen können: Als Vollbanken die GLS-Bank, die Triodosbank und die Ethik Bank. Als Bank mit grünem Profil kommt noch die UmweltBank dazu“, so Agnes Dieckmann. Die Arbeit des Vereins selbst ist bereits auch nachhaltig: So werden Unterrichtsmaterialien bereit gestellt, damit das Bewusstsein für „saubere Bankgeschäfte“ schon im Kindesalter geschärft wird.

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Informationen sind also wichtig, wenn wir wissen wollen, wie wir nachhaltig investieren können. Ein Unternehmen, das hier seit 1998 Pionierarbeit leistet, ist die UDI Beratungsgesellschaft. Auf der FAIR FRIENDS beriet sie Interessenten, die ökologisch sinnvolle Kapitalanlagen Kapitalanlagen und lukrative Renditen in verantwortungsvoller Form kombinieren wollen. Inzwischen ist UDI auf dem Gebiet einer der Marktführer; rund 16.000 Anleger vertrauen auf die Kompetenz der 50 Mitarbeiter.

Elisabeth Arnold von der UDI im Gespräch mit einem Besucher.
Elisabeth Arnold von der UDI im Gespräch mit einem Besucher.

Auch oikocredit war vor Ort. „In Menschen investieren“ ist hier das Motto. Mit ihrer Arbeit fördert die Genossenschaft Entwicklung und bekämpft Armut in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ressouren, Wohlstand und Macht sollen gerechter verteilt werden. Ein großes Ziel, bei dem sich dort engagiert wird, wo Investitionen dringend benötigt werden, aber vielen sonstigen Kreditgebern die Renditen zu niedrig oder der Aufwand zu hoch erscheinen. Was mit dem Geld der Anleger geschieht, ist bei oikocredit transparent – und das seit 1975.

Noch etwas älter ist die GLS Bank. Seit 1974 gibt es die „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“. Thorsten Holstein und Helene Stania informierten hier am Stand am ersten Messetag über das Genossenschaftskonzept der Bank.

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Auch hier stehen Nachhaltigkeit, eine transparente Arbeitsweise und vor allem der Mensch im Mittelpunkt. Die GLS Bank finanziert ausschließlich Projekte in den Branchen Ernährung, Bildung und Kultur, Soziales und Gesundheit, Erneuerbare Energien sowie Wohnen und nachhaltige Wirtschaft. Dabei unterscheidet sich die GLS in Sachen Angebotsumfang nicht von einer herkömmlichen Hausbank: Girokonto für Privat- und Geschäftskunden gibt es ebenso wie Sparangebote, Kredite und Finanzierungen.

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